Über mich

Wie kommt man dazu, ein Buch zu schreiben?

Ich glaube, es war Friederike. Die Person der Friederike Wolkenreich stand so klar vor mir, dass ich Lust bekam, ihre Geschichte aufzuschreiben. So erklärt sich auch, dass mein erstes Buch nicht in erster Linie ein Krimi wurde mit einem Haufen herumliegender Leichen. Wichtiger schien mir, den Beginn ihres Lebens im Harz zu beschreiben, eine Zeit, in der sie versuchen will, in einer neuen Umgebung mit ihrem großen Verlust zu leben. Das kostet sie viel Kraft und nimmt sie vollständig in Anspruch, ja, bis sie auf Ungereimtes stößt, was sich schnell zu handfesten Geheimnissen auswächst, und schließlich Hinweise auf alte Verbrechen liefert. Was ihre neuen Freunde angeht, sind Konni, Ratte und Batz die rauhen Typen mit viel Herz. Sie wie auch der farbenfrohe Bürgermeister von Clausthal-Zellerfeld verbringen ihr Leben haarscharf an der Grenze zur (Klein)kriminalität. Und dann gibt es da noch den charismatischen Christian, dessen Rolle bewußt etwas im Dunklen bleibt, denn er wie auch die anderen Personen haben noch viel vor in den kommenden Büchern um Friederike Wolkenreich. Diese gegensätzlichen Charaktere herauszuarbeiten hat mir viel Spaß gemacht und war sicher ein Grund, warum "Stollenfahrt" das geworden ist, was es ist: eine Liebesgeschichte, ein Krimi, ein gemütvoller Roman um Liebe, Hilfsbereitschaft und Verständnis füreinander.

Wahrscheinlich ist es unumgänglich, dass ein Erstlings-Roman immer etwas Autobiographisches hat. So ist es auch hier. Ich bin Absolventin der Ina-Seidel-Schule in Braunschweig, die es heute nicht mehr gibt. Ich habe wie Friederike eine Gesangsausbildung und war wie sie viele Jahre in Skandinavien als Gesangs- und Klavierlehrerin. Heute leite ich zwei Chöre und hoffe, noch viele Geschichten um Friederike und ihre Freunde zu schreiben.

Foto: Ania Schulz

Foto: Ania Schulz